globellColor: Monitor kalibrieren, Monitor profilieren – ja was denn nun? | globellColor - Monitorkalibrierung
Beratung: +49 (0)261 96096307
Support: +49 (0)2152 9599850
info@globell-color.com
Sicherer Kauf - SSL verschlüsselt

Monitor kalibrieren, Monitor profilieren – ja was denn nun?

Kalibrieren-Profilieren_Titelbild

 

Das zweistufige Verfahren aus Kalibrierung und Profilierung

Die Monitorkalibrierung und -profilierung nimmt im Farbmanagement-Workflow des Hobbyfotografen eine zentrale Rolle ein. Daher widmen wir den heutigen Blogeintrag ausführlich diesem Thema.

Vorab noch eine Information für Besitzer von Beamern/Projektoren und modernen Fernsehgeräten. Alles, was hier für Monitore beschrieben wird, gilt ebenfalls für Beamer und viele Fernsehgeräte (sofern diese über einen PC oder Mac betrieben werden können und deren „Bildverbesserungsfunktionen“, die das Ergebnis der Profilierung verfälschen würden, abgeschaltet werden kann).

Nahezu jeder Monitorhersteller bietet mittlerweile ICC-Profile für seine Monitore zum Download an. Diese müssen lediglich im Betriebssystem installiert und als Standard-Monitorprofil ausgewählt werden. Von da an kann das Farbmanagement jederzeit darauf zugreifen, um beliebige Datei-Farbräume in den Monitorfarbraum umzurechnen.

Allerdings müssen selbst die Hersteller zugeben, dass diese Profile nicht sehr genau sind. In der Theorie sollen diese Profile auf jeden baugleichen Monitor angewendet werden können. In der Praxis ist aber jeder Monitor ein Unikat und weicht farblich von der Serie ab. Außerdem können die Monitore unterschiedlich eingestellt sein und unterliegen einer natürlichen Alterung, sodass das Farbprofil von Zeit zu Zeit neu erstellt werden sollte.

Newsletter abonnieren

Wer sich ernsthaft mit dem Thema Farbmanagement auseinandersetzt, sollte mit Hilfe eines Colorimeters – wie bspw. des globellColorMeters – ein eigenes Profil erstellen.

Meist wird in diesem Zusammenhang auch von Monitorkalibrierung gesprochen, obwohl im Kern eine Profilierung für das Farbmanagement das Ziel ist. Nutzt man die globellColorSuite und den Sensor erstmals (natürlich gilt dies auch für ähnliche Geräte), stellt man schnell fest, dass durch die „Kalibrierungsprozedur“ die gesamten Systemfarben verändert werden. Das bedeutet, dass auch außerhalb von Anwendungen, die Farbmanagement nutzen, Veränderungen vorgenommen werden. Dies geht mit der Theorie überhaupt nicht einher und zudem verwirren die Begriffe „Kalibrierung“ und „Profilierung“ Erstanwender unnötig.

Screenshot_Software_Kalibrieren_ProfilierenAuch bei der globellColorSoftware wird zwischen der Kalibrierung und Profilierung unterschieden – insbesondere zwischen Windows und Mac bedeutet dies Unterschiede in der Nutzung.

globell_color_standing_04 Mit einem Sensor wie dem globellColorMeter kann ein Monitor kalibriert und profiliert werden. Dies gilt für Mac und Windows, auch wenn das Farbmanagement bei beiden Betriebssystemen anders funktioniert. Zudem ist beides bei globellColor exklusiv auch mit Distanzmessung möglich.

Bringen wir also ein Wenig Licht ins Dunkel: Die meisten Hersteller betonen in Ihren Beschreibungen und Anleitungen zu selten bzw. nur versteckt, dass während des gesamten „Kalibrierprozesseses“ zwei verschiedene Dinge passieren: Der Monitor wird zuerst kalibriert und anschließend profiliert.

Die Kalibrierung dient hierbei dazu, den Monitor auf ein einheitliches Gamma (normalerweise L-Star oder 2,2) und einen einheitlichen Weißpunkt (meist D50 oder D65, also 5000 oder 6500 Kelvin) zu bringen. Zudem wird der Farbraum des Monitors linearisiert, d.h. es wird sichergestellt, dass gleiche RGB-Werte tatsächlich neutrale Grautöne ergeben. Die Kalibrierung wirkt sich zudem auf die gesamten Systemfarben, also unabhängig vom Farbmanagement, aus.
Die Kalibrierung ändert jedoch nichts an der Größe des Monitor-Farbraums und ersetzt nicht das Farbmanagement. Sie ist nur eine Vorbereitung dafür.

Zweiter Schritt ist dann tatsächlich eine Profilierung und zwar auf Basis der bereits kalibrierten Monitordarstellung. Das Ergebnis der Profilierung ist ein sauber gemessenes ICC-Monitorprofil, das im Betriebssystem installiert und als Standard-Monitorprofil eingetragen wird.

Zwingend nötig ist eine Kalibrierung nicht. Man könnte stattdessen die Systemfarben unangetastet lassen, das Profil für den unveränderten Monitorfarbraum ausmessen und die gesamte Korrektur dem Farbmanagement überlassen.

Gut zu wissen: Das Farbmanagement unter Windows und Mac funktioniert völlig unterschiedlich. Dies hat auch großen Einfluss auf die Kalibrierung und Profilierung. Kurz gefasst: Bei Windows sind sowohl Kalibierung, als auch Profilierung möglich, unter Mac wird dies zu einem „Entweder, oder“. Näheres hierzu werden wir in einem der nächsten Blogbeiträge ausführlich erläutern. Aus diesem Grund arbeitet auch die globellColorSoftware unter Windows und Mac unterschiedlich. Mit „Anzeige kalibrieren“ wird unter Windows der Monitor erst kalibriert und im Anschluss ein ICC-Profil erstellt. Darüber hinaus hat der Nutzer die Möglichkeit, wie oben beschrieben, nur die Profilierung durchzuführen. Unter Mac wird bei „Anzeige kalibrieren“ nur eine Kalibrierung durchgeführt, die ist ausreichend, wenn der Nutzer hauptsächlich mit Office-Programmen arbeitet. Für richtiges Farbmanagement und den Einsatz in Bildbearbeitungsprogrammen sollte aber unter Mac zwingend auch die „Anzeige profilieren“-Funktion genutzt werden.

Die zweistufige Prozedur, also die Profilierung nach einer Kalibrierung, ist dennoch aus guten Gründen ratsam. Eine Linearisierung des Monitor-Farbraums erleichtert die anschließende Profilierung und vereinfacht den Aufbau des Profils. Eine Bereinigung des Gammas auf 2,2 oder L-Star verbessert die Kompatibilität mit sRGB und AdobeRGB in Anwendungen ohne Farbmanagement. Auf diese Weise stimmt zumindest die Helligkeit. Die Vereinheitlichung des Monitor-Weißpunktes auf D50 oder D65 ermöglicht zudem die Abstimmung mit einer eventuell genutzten Normlicht-Beleuchtung im Arbeitsraum.

Passende Artikel
globellColorSuite globellColorSuite
169,00 € * 199,00 € *
globellColorSoftware globellColorSoftware
49,00 € * 119,00 € *