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Kalibrierungsziele bei der Monitorprofilierung

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Welche Werte sind sinnvoll und was ist zu beachten?

Im Zusammenhang mit Farbmanagement und insbesondere bei der Kalibrierung und Profilierung, stoßen wir oft auf den Begriff „Kalibrierungsziel“ oder im englischen „Calibration Target“. Gemeint sind damit die Daten, auf die die Kalibrierung erfolgt: Weißpunkt, Helligkeit und Helligkeitsverteilung  (Gamma). Je nach Funktionsumfang der Kalibrierungssoftware sind diese Werte frei wählbar oder – insbesondere bei günstigen Einsteigerversionen – fest vorgegeben. Bei der globellColorSoftware können diese Werte bspw. frei nach den Bedürfnissen des Anwenders angepasst werden.

blog_bild2

blog_bild3In der globellColorSoftware können die Kalibrierungsziele frei gemäß den eigenen Wünschen gewählt werden. Alternativ können aber auch die praktischen Presets genutzt werden.

Die Empfehlung bei der Helligkeitsverteilung ist eindeutig „L-Star“. Beim kalibrierten Gamma geht es in erster Linie um die Helligkeitskompatibilität zu Betriebssystemgrafiken und Software, die ohne Farbmanagement arbeitet – wie bspw. Office-Anwendungen. Sobald Farbmanagement berücksichtigt wird, wird auch das Gamma automatisch angepasst.

Die allgemeine Helligkeit sollte abgestimmt werden auf das vorhandene Raumlicht. Das bedeutet in einem hell beleuchteten Raum sollte der Monitor heller eingestellt sein, als in einem eher dunkel gehaltenen Raum. Auf diese Weise ist die Umgewöhnung für das Auge nicht unnötig groß. Für helle Räume gilt hierbei als Durchschnitt ein Wert von 120 cd/qm, bei schwächer beleuchteten sind dagegen 80 cd/qm ein möglicher Standardwert. Bei sehr hellen Räumen dürften dagegen selbst 200 cd/qm nicht ausreichen (heller ist bei kaum einem Monitor möglich). Daher sollte die Umgebungsbeleuchtung bei der Bildbearbeitung als „analoger“ Faktor immer mitberücksichtigt werden.

Die Farbtemperatur ist oftmals Geschmacks- bzw. Gewohnheitssache, doch auch hier gibt es klare Empfehlungen. In der globellColorSoftware gibt es die Möglichkeit, eine beliebige Farbtemperatur zu wählen oder die native Farbtemperatur des Monitors beizubehalten. Dies ist insbesondere bei günstigen Monitoren und Notebook Displays zu empfehlen, da so weniger Verluste bei der Farbumrechnung auftreten.

Der gängigste Standard für die Farbtemperatur ist D50 (5000 Kelvin) was in etwa dem mittleren Tageslicht in einem weiß gestrichenen Raum entspricht. Wenn man vorher an einem unkalibrierten Monitor mit sehr hohem Weißpunkt gearbeitet wurde, kann D50 aber auch durchaus noch als „zu warm“ empfunden werden. Als Alternative kommt D65 als kühlerer Standard (6500 K) in Frage. Ebenfalls beliebt sind als „Kompromiss“ 5800 Kelvin – wird kein Normlicht genutzt, muss der Weißpunkt auch nicht zwangsläufig einem Standard entsprechen.

Gut zu wissen: D65 (also 6500 K) ist der definierte Weißpunkt von sRGB und AdobeRGB – was aber in der Praxis nicht relevant ist, da der Weißpunkt des Arbeitsfarbraums nur eine unsichtbare Konvertierungs-Zwischenstufe darstellt. Es bringt also keinen besonderen Vorteil bei Verwendung von sRGB oder AdobeRGB den Monitor auf D65 zu kalibrieren.

Auf den Arbeitsfarbraum kalibrieren? 

 

blog_bild1Bei einigen Monitoren (wie in diesem Beispiel einem Modell von EIZO) kann über das Menü zwischen verschiedenen Farbräumen gewechselt werden.

„Ich habe meinen Monitor auf sRGB kalibriert“ – eine weitere Formulierung, die man so oder so ähnlich häufig im Internet lesen kann. Die Idee dahinter ist, ganz ohne Farbmanagement zu arbeiten und stattdessen den Monitor mit einem festen Arbeitsfarbraum abzugleichen. Einige Monitore verfügen zudem über einen „sRGB-“ oder „AdobeRGB-Modus“, die allerdings nur bei einer sogenannten Werkskalibrierung ausreichend Genauigkeit bieten. Allerdings lässt diese „Grundkalibrierung“ mit der Alterung des Geräts immer weiter nach.

Die Kalibrierung auf einen festen Arbeitsfarbraum ist nicht empfehlenswert und im ICC-Farbmanagement im Grunde auch nicht vorgesehen. Der Farbraum des Monitors würde demnach von vornherein beschnitten werden. Sollte schließlich doch mal der größere Arbeits- oder Gerätefarbraum genutzt werden, wäre dies nicht mehr möglich.

Beim ICC-Farbmanagement beschränkt sich die Kalibrierung auf Weißpunkt, Helligkeit und Helligkeitsverteilung (als Gamma) als Kalibrierungsziele und lässt den Farbraum des Monitors in seiner Größe unverändert. Eine Anpassung von Arbeits- und Monitorfarbraum erfolgt schließlich durch ein Color-Management-Modul (CMM) und kann nur funktionieren, wenn ein entsprechendes ICC-Profil vorliegt und das Anwendungsprogramm Farbmanagement-Funktionen besitzt.

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