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ICC Farbmanagement und die Vorteile von Softproof

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Farbmanagement Grundlagen Teil 2: Das ICC-Farbmanagement

Jeder Fotograf, der sich mit digitaler Fotografie beschäftigt, wird diese Problematik mit Sicherheit kennen. Jedes Gerät im Bildbearbeitungsablauf verarbeitet Farben auf seine eigene Weise. Erzeugt beispielsweise die Kamera ein bestimmtes Grün, ist es unwahrscheinlich, dass der Bildschirm standardmäßig eben dieses Grün anzeigt. Noch unwahrscheinlicher wird die gleiche Darstellung bei einem weiteren Gerät – so z.B. einem Drucker. Jedes Gerät produziert den Farbwert für dieses Grün nach seiner eigenen Interpretation.

International_Color_Consortium_logo_onlineMit dieser Problemstellung im Hinterkopf wurde 1993 das ICC-Farbmanagement vom „International Color Consortium, einer Vereinigung verschiedener Unternehmen, geschaffen. Somit wurde eine einheitliche, herstellerübergreifende Definition als neuer Standard für den Umgang mit Farben geschaffen.
Jedes Gerät und jedes Bild benötigt demnach ein eigenes „ICC-Profil“, das seine farbliche Eigenschaft definiert. Nur wenn verbindlich festgelegt ist, wie eine bestimme Farbe, in unserem Beispiel das Grün, aussehen muss, gibt es eine Grundlage, um dieselbe Farbe auch auf einem anderen Anzeigegerät zu reproduzieren.

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Das Verfahren dahinter ist simpel – zumindest in der Theorie: Die Farbwerte des Ausgangprofils werden in die Werte des Zielprofils konvertiert, sodass sichergestellt ist, dass die tatsächlichen Farben so genau wie möglich übernommen werden.

Gut zu wissen: Farbmanagement benötigt immer mindestens zwei Farbprofile – das Ausgangs- und das Zielprofil. Ein einzelnes Profil sorgt alleine nicht für gleichbleibende Farbwerte.

Allerdings genügt die Definition in Form des Farbprofils alleine nicht aus. Kommt beispielsweise der Drucker wieder mit ins Spiel, stehen wir vor einem weiteren Problem. Wenn die Farbe, die auf dem Monitor angezeigt wird, nicht vom Drucker gedruckt werden kann – weil bspw. die Tinte nicht die nötige Farbsättigung aufweist – gilt es das Bild wenigstens annäherungsweise zu reproduzieren. Es wird also eine Vorgehensweise für Farben gesucht, die vom nächsten Gerät in der Arbeitskette nicht erzeugt werden können. Die Lösung heißt hier „Rendering Intent“ – oder zu deutsch Konvertierungsmethode. Solche Rendering Intents sind ebenfalls durch das ICC-Farbmangement standardisiert.

Trotz aller Anstrengungen, wird es aber immer Fälle geben, in denen Farben und Kontraste nicht hundertprozentig reproduziert werden können. Diese Einschränkungen möchte man dennoch möglichst schon auf dem Monitor sehen können. Welche Farbe wird beim Druck an Sättigung verlieren? Auf dem Monitor soll schon vorab zu sehen sein, welchen Unterschied die Darstellung auf dem kontrastreichen Bildschirm und auf einem kontrastarmen Papierbild ausmacht.

Für eine solche Vorschau nutzt man die „Softproof“-Funktion, die viele gängige Bildbearbeitungsprogramme anbieten. Das Programm konvertiert hierfür die Farben des Bildes in das Profil des Druckers, wobei bereits alle Farben angepasst werden, die der Drucker nicht drucken kann. Das so reduzierte Bild wird anschließend in die Farben des Monitors konvertiert, wobei auch gleich der Kontrastumfang auf den des Papierbildes angepasst wird. Mit einem solchen Softproof erhält der Anwender eine gute Vorschau, wie der spätere Druck aussehen wird. So kann beim Druck neben viel Zeit und Ärger, auch einiges an Geld für Fehldrucke gespart werden. Damit die Darstellung auf dem Monitor wenigstens bestmöglich ist, ist es ratsam die Farben mit einem Kalibriergerät – wie beispielsweise von globellColor - einzustellen. Hierbei wird für den Monitor das korrekte ICC-Profil erstelle, das wiederum von farbmanagementfähigen Programmen geladen werden kann.

softproofBeim Softproof lassen sich Warnungen anzeigen, an welchen Stellen die Farben beim Druck nicht stimmen werden. Hier am Beispiel von Lightroom.

Das Farbmanagement bewirkt also keine Wunder. Es können nach wie vor nur die Farben genutzt werden, die das entsprechende Gerät physikalisch verarbeiten kann. Kann ein Monitor eine bestimmte Farbe nicht anzeigen, wird sie nach wie vor fehlen. Wenn eine Digitalkamera eine bestimmte Farbe nicht sehen kann, wird sie auch nicht aufgenommen. Und kann der Drucker eine Farbe nicht drucken, so kann diese auch nicht auf dem Papier erscheinen.

Das Farbmanagement kann aber die bestmögliche Übereinstimmung – oder immerhin Annäherung – im Rahmen der technischen Möglichkeiten generieren. Durch die Proof-Möglichkeiten können zudem Einschränkungen frühzeitig erkannt und ein entsprechender Umgang mit diesen ermöglicht werden.

 

 

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